Bräunungslotions versprechen sanfte Bräune ohne die Risiken von klassischen Selbstbräunern. Doch sind diese Bräunungscremes tatsächlich eine echte Alternative? Ich habe den Test gemacht.

Ach wie schön, endlich kommt die Sonne raus und die Temperaturen steigen. Der Kleiderschrank wird von Winter- auf Sommerklamotten umgestapelt. Vor meinem inneren Auge sehe ich mich schon in Shorts und T-Shirt durch die Straßen flanieren.

Dieses Bild bekommt jedoch eine kalte Dusche, als ich in Shorts vor dem Spiegel stehe: Die kalkweißen Beine, die ich dort erblicke, lassen so gar keine Sommerstimmung aufkommen. Wie ein weißer Leuchtturm.

Eine Lösung wäre natürlich ein Selbstbräuner. Davor habe ich aber ein wenig schiss. Zum einen hatte ich noch nie Geduld für ausgedehnte Beauty-Sessions. Zum anderen fürchte ich, danach auszusehen wie ein Streifenhörnchen oder mich für die Orange-Man-Group qualifizieren zu können.

Dabei möchte ich doch nur diesen schon fast transparent weißen Look etwas mildern. Die Lösung verspricht dabei die Bodylotion mit Bräunungseffekt: die sanfte Alternative zum Selbstbräuner.

Unterschied Selbstbräuner vs. Bräunungslotion

Der Unterschied liegt bei der Bräunungscreme in der deutlich niedrigeren Dosierung des Bräunungswirkstoffes Dihydroxyaceton (DHA). Im Gegensatz zu klassischen Selbstbräunern ist der Tönungseffekt nicht nach ein paar Stunden, sondern erst nach mehreren Tagen und Anwendungen sichtbar. Außerdem ist die Bräunung weniger intensiv.

Laut Anwendungshinweis ist die Bräunungslotion unkompliziert in der Anwendung: Nach dem Duschen trägst du anstelle deiner normalen Bodylotion einfach die Bräunungscreme auf. Nach ein paar Tagen sollte der Weißstich dann unter einer gleichmäßigen, leichten Bräunung verschwunden sein. Es soll sich auch nichts abfärben.

In meinem Test habe ich zwei Bräununglotions jeweils an einem Bein getestet. Aufs linke Bein massierte ich mir eine Woche lang die günstige Bräungungslotion Summer Glow (für dunkle Hauttypen) von Dove ein, auf dem rechten Bein die teurere Naturkosmetik-Variante Luna Bronze Tanning Lotion.

Alternative zu DHA?

Der Bräunungswirkstoff DHA ist nicht ganz unbedenklich. Unter Einwirkung von Wärme kann der Stoff Formaldehyd freisetzen, was zu Hautreizungen führen kann und in der Atemluft sogar als krebsverdächtig gilt.

Eine Alternative zu DHA ist der stabilere Wirkstoff Erythrulose. Im Vergleich zu DHA dauert die Bräune hier etwas länger, soll dafür aber natürlicher sein und länger halten.

Ich habe lange nach einer Bräunungslotion ausschließlich mit Erythrulose gesucht. Tatsächlich habe ich nur die Selbstbräunungs-Creme von Sanct Bernard* entdeckt, welche aber – gemessen an der Verpackungsgröße – eher für kleine Areale wie das Gesicht gedacht ist.

Test Dove Summer Glow vs. Luna Bronze

Die Dove Summer Glow findest du so ziemlich in jedem Bodylotion-Regal. Preislich ist sie mit 2,99 Euro für 250ml sehr günstig, wobei sich der günstige Preis sicherlich in der Inhaltsliste widerspiegelt, die laut Codecheck einige sehr bedenkliche Stoffe sowie Palmöl enthält. Die Lotion verspricht eine sanfte Bräunung und reichhaltige Pflege. Die Höhe der DHA-Konzentration wird allerdings nicht angegeben.

Dove Summer Glow Inhalt codecheck

Die vegane & PETA zertifizierte Bräunungslotion von Luna Bronze* wird hingegen deutlich unbedenklicher eingeschätzt, wobei sie mit 33,90 Euro für 200 ml mal eben mehr als das 10fache kostet. Dafür bekommst du aber auch Naturkosmetik, deren Inhaltsstoffe zu 99% biologisch zertifiziert sind. Die DHA-Konzentration liegt bei 2,5%.

Luna Bronze Bräunungslotion codecheck info

Beide Bräunungslotions haben eine angenehme Konsistenz, lassen sich gut verteilen und ziehen innerhalb einiger Minuten vollständig ein.  Die Dove Summer Glow hat einen schönen – wenn auch unspektakulären – blumigen Duft. Die Version von Luna Bronze roch hingegen sehr frischen zitronig. Beide Düfte verflogen innerhalb kurzer Zeit.

Nach zwei Tagen und Anwendungen konnte ich an beiden Beinen eine erste Bräunung feststellen. Zu dem Zeitpunkt ist mir auch noch kein Unterschied zwischen den Lotions aufgefallen. Beide Beine waren gleichmäßig, dezent gebräunt. Nach einer knappen Woche gehörte der grelle Weißton dann vollständig Vergangenheit an.

Während die Beine mit größerem Abstand gleichmäßig und gleich stark gebräunt aussehen, so gibt es bei näherem Hinsehen schon ein paar Unterschiede zwischen den Marken.

Testergebnis nach 1 Woche Bräunungslotion

Das Bein mit der Dove Summer Glow Bräunungslotion ist einen Tick dunkler aus das andere. Außerdem sind hier vor allem am Fußgelenk und Knie deutlich mehr dunkle Flecken entstanden, als beim Luna Bronze Bein.

Fleckenbildung bei Bräunungslotion

Ursache könnte hierfür natürlich sein, dass die DHA-Konzentration bei Dove höher ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte deshalb gegebenenfalls auf die Summer Glow für helle Hauttypen zurückgreifen.

Bewertung der Bräunungslotions

Insgesamt sind Bräunungscremes eine super Sache. Es kann dabei (fast) nichts schiefgehen und das Resultat ist eine erstaunlich schöne, dezente Bräune. Eine gute und einfache Möglichkeit kalkweißen Winterbeinen einen ersten Sommerglow zu verpassen.

Rein optisch konnte ich keine großen Unterschiede zwischen der Dove Summer Glow und der Luna Bronze Bräunungslotion erkennen. In puncto Inhaltsstoffe ist sicherlich die Luna Bronze hochwertiger, wobei sich dies im Preis widerspiegelt.

Silvia

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