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Rektusdiastase Operation: Mein Erfahrungsbericht

Rektusdiastase oder Mein-nicht-mehr-verschwinden-wollender-Schwangerschaftsbauch. Nachdem bei mir diverse Rückbildungsprogramme keinen nachhaltigen Erfolg brachten, entschloss ich mich dazu, meine Diastase operativ schließen zu lassen.

Solch eine Faszienraffung (wie es medizinisch genannt wird) ist kein kleiner Eingriff. Bevor du also ernsthaft mit dem Gedanken spielst, ebenfalls diesen Weg zu gehen, solltest du dir vorher über ein paar Dinge Gedanken machen.

Wissenswertes und Organisatorisches

Was passiert bei einer Rektusdiastase Operation?

Die Rektusdiastase ist eine Bauchwandschwäche. Hierbei ist die Membran zwischen den gerade verlaufenden Bauchmuskeln so ausgeleiert, dass sich der Bauch bei Ausdehnung des Darms (z.B. nach einer Mahlzeit oder durch Blähungen) nach vorne wölbt.

vorgewölbter Bauch durch Rektusdiastase

Um dies zu korrigieren, werden bei einer Operation die Bauchmuskeln mittels einer inneren Naht in der richtigen, geschlossenen Position fixiert.  Auf gut deutsch: Die Bauchmuskeln werden mittels Faden zunächst gerafft (stelle dir das wie beim Schuhe zubinden vor) und dann fixiert. Bei großen Diastasen oder einem schwachen Gewebe kann dabei auch der Einsatz eines Kunststoffnetzes notwendig sein.

Eventuell vorliegende Bauchwandbrüche – so wie mein kleiner Bauchnabelbruch – können im Normalfall auch gleich mit versorgt werden.

Da die Naht bestehen bleibt, ist eine Operation nur dann sinnvoll, wenn keine weiteren Schwangerschaften geplant sind. Im besten Fall würde hier der Faden reißen, im schlimmsten Fall dabei noch die halbe Muskulatur zerfetzen. Das wollen wir uns lieber nicht weiter vorstellen…

Ich habe die Schließung meiner Rektusdiastase und den Bauchnabelbruch im Rahmen einer Bauchdeckenstraffung bei einem Schönheitschirurgen vornehmen lassen. Die Verbindung dieser Eingriffe bietet sich aufgrund gleicher Rahmenbedingungen an, wird daher oft kombiniert. Außerdem habe ich mir gedacht: „Wenn ich schon so einen großen Eingriff vornehmen lasse, dann möchte ich auch ein möglichst schönes Endergebnis bzw. Gesamtbild haben“ 🙂 Die Operation kann aber auch ohne Straffung vorgenommen werden.

Organisatorische Überlegungen

Die Operation wird in der Regel stationär durchgeführt. Ich selbst blieb nach dem Eingriff noch zwei Nächte in der Klinik bis ich wieder fit genug war, nach Hause zu gehen. Nimm dir aber besser die ganze Woche nichts weiter vor.

Die Genesung dauert laut Aussage meines Arztes sechs Wochen. In dieser Zeit sollte (schweres) Heben – dazu gehört auch das Herumtragen von Babys und Kleinkinder – sowie Sport und Saunieren vermieden werden. Zur Entlastung und Stabilisierung des Bauches wird weiterhin empfohlen, in dieser Zeit ein Mieder zu tragen

Wir Muttis sind ja hart im Nehmen und denken oft: „Das geht dann schon.“ Aber im Ernst. In den ersten Wochen ist Schonen angesagt!

Ich bin wirklich nicht zimperlich. Nach meinen Kaiserschnitten war ich nach drei Tagen wieder daheim. Doch ich brauchte ganze drei Wochen, bis ich mich wieder fit genug fühlte, ins Büro zu fahren und die Jungs alleine zu betreuen. Wenn du körperlich arbeitest, fällst du im Job gegebenenfalls auch länger als drei Wochen aus.

Ich hatte zum Glück viel Unterstützung seitens meiner Familie. Meine Jungs waren in den ersten Wochen rundum versorgt. Und das habe ich auch gebraucht. Daher mein Rat: Versuche dir für die erste Zeit so viel Unterstützung wie möglich zu organisieren. Gib der Naht genug Zeit, stabil zu verheilen und überanstrenge dich nicht. Das führt nur zu einer Verzögerung der Genesung!

Das liebe Geld: Kosten für die Rektusdiastase Operation

Die Rektusdiastase war in meinem Fall ein rein ästhetisches Problem. Es lag also keine medizinische Notwendigkeit vor, sie operativ zu schließen. Dementsprechend hat die Krankenkasse hier keine Kosten übernommen. Aber ein Versuch schadet ja nicht 🙂 Gehe mit deinem Befund einfach zu deiner Krankenkasse um zu erörtern, welche Möglichkeiten es gibt.

In meinem Fall hätte aufgrund meines Bauchnabelbruches gegebenenfalls die eine Möglichkeit bestanden, über einen Vertragsarzt einen Teil der Operationskosten erstattet zu bekommen.

Aber ganz ehrlich? Für so einen großen und lebensverändernden Eingriff wollte ich nicht zu „irgendeinem Vertragsarzt“ gehen. Mal abgesehen davon, dass dort das das Thema Bauchdeckenstraffung wahrscheinlich auch hinfällig gewesen wäre.

Ich wollte einen Arzt, bei dem ich ein gutes Gefühl habe. Ein Arzt, der solch einen Eingriff schon oft durchgeführt hat und auch auf ein schönes Gesamtbild achtet: einen gesamtheitlichen, flachen Bauch, einen natürlichen Bauchnabel, eine möglichst unauffällige Narbe.

Also musste ich selbst tief in die Brieftasche greifen: Aus meiner eigenen Erfahrung und aus dem, was ich von anderen Betroffenen gehört habe, musst du für eine Bauchdeckenstraffung mit Faszienraffung mit 5.000 bis 7.000 Euro rechnen. Darüber hinaus können auch noch weitere „Nebenkosten“ anfallen: Die Erstellung eines Blutbildes für die Operation beispielsweise, oder die Kosten für Mieder und Medikamente.

Die Operation: mein total schonungsloser Erfahrungsbericht

Tag der Wahrheit oder der Gang zum Schafott

Nein, ganz so schlimm war es nicht. Wenn ich meine Gefühle sortieren müsste, als ich mich früh morgens so mit meinem kleinen Köfferchen auf den Weg zur Klinik machte, würde ich es wohl noch am ehesten beschreiben als eine Mischung aus freudiger und ängstlicher Erwartung.

Freudig, dass dieses Kapitel jetzt endlich ein Ende nehmen würde und ich wieder einen Körper bekomme, in dem ich mich wohl fühle. Aber natürlich hatte ich auch Angst: Angst vor Komplikationen, vor Schmerzen, vor Enttäuschung.

Der Empfang in der Privatklinik war herzlich, ich wurde natürlich erwartet und alles war schon vorbereitet. Nach dem Einchecken hatte ich sogleich das obligatorische Narkosegespräch mit dem Anästhesisten.

Danach übernahm auch schon der Chirurg. Dieser sprach noch einmal kurz das weitere Vorgehen mit mir durch, machte Vorher-Bilder  und markierte – so wie wir das aus dem Fernsehen kennen – Positionen und Schnittflächen an meinem Bauch mit einem bunten Stift.

Anschließend bezog ich mein Zimmer für die nächsten Tage: Einzelzimmer mit WLAN, Fernseher und einer Auswahl Zeitschriften auf dem Nachtkästchen (Naja, Privatklinik ist halt Privatklinik 😊). Dort erwartete mich dann auch schon mein OP-Outfit bestehend aus viel Nichts, einem OP-Hemdchen, Thrombosestrümpfen und Haarnetz.

Rektusdiastase Operation Erfahrungsbericht

Nicht mein Lieblingsoutfit, um vor fremden Leuten herumzuspazieren. Als Mama hat jedoch jede von uns schon einmal alles preisgegeben… Daher, alles halb so wild 😊

Die Operation

Vom Zimmer ging es dann in den OP, wo ich sogleich an alle möglichen Gerätschaften angeschlossen wurde. Nach dem ersten Feel-Good-Cocktail (so wurde er zumindest verkauft) kann ich mich allerdings an nichts mehr erinnern. Nicht, dass ich es wollen würde.

Das nächste, an dass ich mich erinnere war ein Erwachen mit ziemlich heftigen Bauchschmerzen. Ein schläfriges „Tut weh“ von mir brachte dann jedoch gleich Erleichterung in Form einer Spritze in den Tropf. God bless the Schmerzmittel sag ich da nur! Erleichtert entglitt ich danach erst mal wieder ins Reich der Träume.

Ein gutes Stück später – die Mittagszeit schon lange vorbei – wurde ich dann schließlich wieder wach. Als anständiger Blogger war meine erste Handlung der Blick auf das Handy… aber natürlich nur, um meiner Familie Bescheid zu geben, dass soweit alles in Ordnung ist. Diese hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich Sorgen gemacht.

Aber hey, wenn du als Mama schon einmal Gelegenheit hast auszuschlafen…

Ansonsten war der erste Tag – wie du dir sicherlich vorstellen kannst – nicht so prickelnd. Liegen und Schlafen gingen natürlich nur auf dem Rücken, wobei ich diese Schlaf-Technik zum Glück als langjährige Baby-Couch schon perfektioniert habe.

Die Schmerzen hielten sich Dank großzügig ausgegebener Schmerzmittel in Grenzen. Aber Vorsicht: Husten und Niesen dringend vermeiden! Im Vergleich zum Kaiserschnitt (und davon hatte ich schließlich zwei) empfand ich diesen Eingriff allerdings schon noch ein gutes Stück schmerzhafter. Vielleicht aber haben hier auch einfach nur die Glückshormone gefehlt. Schließlich gab es diesmal zur „Belohnung“ keinen süßen, kleinen, neuen Erdenbürger zum in den Arm nehmen.

Auf der anderen Seite konnte ich dafür den ganzen Tag dösen und fernsehen und blutete dabei nicht alles voll. Nun, alles hat wohl seine Vor- und Nachteile.

Wie auch immer. Am ersten Tag war strikte Bettruhe angesagt. Zum einen, um die Nähte nicht zu strapazieren und zum anderen, wegen der Drainage, die erst am nächsten Tag entfernt wurde. Normalerweise kein Problem, aber ich sag nur BETTPFANNE. Nicht schön, aber du wolltest es ja genau wissen 🙂

Genesungsphase

Am zweiten Tag ging es mir dann schon deutlich besser. Nachdem die Drainage entfernt wurde, durfte und sollte ich auch wieder aufstehen. Da bei der Bauchdeckenstraffung die Haut etwas überdehnt wird, konnte ich in den ersten Tagen nur gebückt gehen. Und auch nur in Zeitlupe. Nichtsdestotrotz war es eine Wohltat, mich waschen und anziehen zu können. Danach sah die Welt dann schon wieder viel besser aus…

Tags darauf durfte ich beim Verbandswechsel dann das erste mal meinen neuen Bauch und die Narbe sehen. Im Liegen habe ich noch nicht viel von meiner neuen Bauchsilhouette sehen können, von der Narbe dafür umso mehr: Diese erstreckt sich auf Höhe Bikinizone von Hüftknochen zu Hüftknochen und sah so frisch nach der OP schon recht wild aus. Da ich eine Narbe jedoch jederzeit dem Fake-Schwangerschaftsbauch vorziehe, konnte dies meine gute Laune nicht verderben.

Narbe drei Wochen nach Rektusdiastase Operation

Am gleichen Abend wurde ich schließlich abgeholt und durfte mit meinem Mieder sowie einem Köfferchen voll Pflegeanweisungen und Thrombose-Spritzen bewaffnet nach Hause fahren.

Danach ging es mir von Tag zu Tag besser. Die Narbe heilte schön zu und im Gegensatz zu einigen anderen Erfahrungsberichten, hatte ich auch gleich wieder Gefühl im Bauch. Auch die Schmerzen hielten sich in Grenzen. Zu mehr als auf dem Sofa rumliegen war ich in den ersten zwei Wochen allerdings kaum in der Lage.

Du solltest nicht unterschätzen, wie anstrengend dies alles für deinen Körper ist. Einmal kam ich auf die Idee, das Wohnzimmer rauszusaugen. Danach musste ich erst einmal ein Nickerchen machen. Zwei Stunden lang…

In Woche drei wurde ich dann langsam wieder fitter. Außerdem waren die Schwellungen von der OP schon gut zurückgegangen, so dass ich auch in aller Ruhe meinen neuen Bauch im Spiegel bewundern konnte. Und ich muss sagen: YEAH! Alles superflach, superschön, ich bin HAPPY

Ergebnis Rektusdiastase Operation

Zukunftsaussichten

Noch ist die Genesungsphase von sechs Wochen nicht vorbei. Ich trage weiterhin brav das Mieder (obwohl es mir langsam schon auf den Keks geht) und vermeide es, die Kinder und andere schwere Dinge zu heben.

Ich glaube auch nicht, dass in Punkto Muskulatur und Stabilität nach diesen sechs Wochen alles wieder so ist wie vor meinen Schwangerschaften. Um auf Nummer sicher zu gehen und nichts „kaputt“ zu machen werde ich deshalb anschließend erst einmal physiotherapeutische Übungen zur Stabilisierung und Stärkung der Bauchmuskulatur absolvieren.

Mieder nach Rektusdiastase Operation

Zu diesem Zweck habe ich mir das Online-Rektusdiastase-Programm von Nicole Frank herausgesucht. Denn obwohl meine Diastase jetzt durch die Naht geschlossen ist, bleibt die zugrunde liegende Problematik eigentlich die gleiche: Die Bauchmuskulatur muss wieder lernen richtig zu arbeiten.

Darüber hinaus werde ich auch meiner Narbe einige Aufmerksamkeit schenken und versuchen, diese mit einer zeitnahen, speziellen Narbenpflege diese so klein und unauffällig wie möglich werden zu lassen.

Die größte Hürde zurück zum Wohlfühlkörper ist geschafft, doch  wie du siehst, ist die Reise noch nicht vorbei. Ich werde weiter berichten 😉
Hier findest du den Bericht und das Ergebnis nach vier Monaten Regeneration!

Silvia

PS: wenn du noch Fragen zum Thema Rektusdiastase im Allgemeinen oder der Operation im Speziellen hast, schreibe mir gerne einen Kommentar oder auch eine Email!

UND wenn auch du gerne deine Erfahrungen teilen möchtest, veröffentliche ich hier im Blog gerne auch DEINE Geschichte (auch anonym).

2018-10-11T14:37:23+00:00 Kategorien: Mamakörper|Tags: |

41 Comments

  1. Claudia Schubert 8. Dezember 2017 um 1:04 Uhr - Antworten

    Danke für Deinen Erfahrungsbericht. Ich habe nach drei Schwangerschaften auch eine ausgeprägte Rektusdiastase und spiele mit dem Gedanken eines chirurgischen Eingriffs. Nicht sofort, aber irgendwann vielleicht. Allerdings schreckt mich die Operation an sich sowie di eventuellen Kosten schon etwas ab, und eine lange Genesungszeit könnte ich mir mit drei Kindern auch nicht unbedingt leisten. Na mal schauen! Danke erstmal Dir, dass Du Deine Erfahrung geteilt hast! Viele Grüße! Claudia

    • Silvia 8. Dezember 2017 um 15:26 Uhr - Antworten

      Hallo Claudia,
      ja, die Entscheidung für eine OP will wohl überlegt sein. Alternativ hilft vielleicht auch eine Physiotherapie.
      Es kommt auch immer auf den eigenen Leidensdruck an. Soviel Geld übrig haben die wenigsten, und als Mama kannst du dir auch immer schlecht vorstellen, wie das ein paar Wochen ohne einen funktionieren soll. Aber es geht. Für das Geld haben wir an einem anderen Punkt zurückgesteckt (und werden es in der Zukunft auch noch tun) und für ein paar Wochen geht es auch ohne Mama (wobei man ja nicht komplett weg ist). Mir war es einfach sehr, sehr wichtig. Das hat dann auch meine Familie verstanden.

      LG Silvia

  2. Katharina 8. Dezember 2017 um 6:55 Uhr - Antworten

    Danke für die Offenheit! Ich finde auch: das Ergebnis hat sich gelohnt! Herzlichen Glückwunsch zum neuen Lebensgefühl!

    • Silvia 8. Dezember 2017 um 15:28 Uhr - Antworten

      Hallo Katharina,
      vielen Dank, ich bin auch sehr zufrieden. Die nächsten Wochen werden noch anstrengend, aber ich freue mich auf das neue Jahr!

      LG Silvia

  3. Janina 8. Dezember 2017 um 8:16 Uhr - Antworten

    Ich sage nur WOW!!! Was für ein Unterschied!! Wie gerne würde ich auch wieder aussehen.. Aber so viel Geld habe ich leider nicht. Du siehst echt klasse aus!
    Liebe Grüße!

    • Silvia 8. Dezember 2017 um 15:29 Uhr - Antworten

      Hallo Janina,
      Dankeschön! Ich hatte auch ein breites Grinsen, als ich das erste mal in den Spiegel geschaut habe! Ja, es ist schon ein Batzen Geld. Aber so eine OP läuft ja auch nicht weg. Vielleicht ist es ja zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

      LG Silvia

  4. Anke 10. Dezember 2017 um 17:12 Uhr - Antworten

    Wow! Sehr interessant und absolut ehrlich. Habe noch nie etwas davon gehört und bin ganz baff.
    Weiterhin gute Besserung.
    LG Anke

  5. Frauke 31. Dezember 2017 um 10:01 Uhr - Antworten

    Hallo. Ein sehr interessanter und ehrlicher Bericht, den ersten den ich im Internet gefunden habe. Die Geburt unserer Tochter ist nun 3,5 Monate her und ich könnte heulen, wenn ich meinen Bauch im Spiegel sehr. Obwohl es die erste Geburt für mich gewesen ist und ich immer sehr schlank war und wieder bin, habe ich eine stark ausgeprägte Diastase, wohl auch weil meine Bauchdecke wegen einer großen OP vorher schon geschwächt war. Ich habe 2 Fragen an dich: 1. meine Fraunärztin meint, dass der Spalt sich noch von selber schließt, schließlich sei die Geburt noch nicht so lange her. Wie lange hat sich bei dir nach der Geburt noch was von selbst geändert? 2. Wieviel Zeit hast du zwischen Geburt und OP verstreichen lassen? Ich würde mich über eine Antwort freuen. LG Frauke

    • Silvia 31. Dezember 2017 um 14:38 Uhr - Antworten

      Hallo Frauke!
      Also, 3,5 Monate ist keine lange Zeit (auch wenn ich weis, dass wir uns wünschen, unser Körper würde nach ein paar Wochen wieder in den Urzustand zurückhüpfen). Und nach der Geburt eine Diastase zu haben ist auch erst einmal normal. Bei vielen Frauen bildet sich die Diastase von selbst wieder zurück und natürlich kannst du den Prozess mit den richtigen Rückbildungsübungen (siehe z.B. meinen Artikel zu Diastase-Programmen oder die Seite von Nicole Frank) auch unterstützen. Die vollständige Erholung und Rückbildung deines Körpers nach einer Geburt kann bis zu einem Jahr dauern – und die Zeit solltest du dir auch geben.
      Nach meiner zweiten Schwangerschaft wusste ich schnell, das da „irgendwas nicht stimmt“. Und natürlich kamen auch schnell die ersten Scherze, ob da wohl noch ein Baby vergessen worden sei… 8 Wochen nach Geburt habe ich begonnen Diastase-Programme zu machen, die allerdings alle keinen nachhaltigen Erfolg brachten. Wenn ich aufhörte mit den Übungen war der Bauch schnell wieder da – andere Frauen bekommen ihre Diastase mit diesen Übungen aber wieder gut geschlossen. Die OP habe ich vor zwei Monaten machen lassen, gut 18 Monate nach der Geburt.
      Ansonsten möchte ich dir sagen: ich verstehe deine Gefühle sehr gut und du bist damit auch nicht alleine! Natürlich sind wir stolz auf unsere Körper, dass sie uns unsere Kinder schenken. Das heißt aber nicht, dass wir unser Recht verlieren uns wohl und schön fühlen zu dürfen. Die Geburt deiner Tochter ist noch nicht lange her, gib dem Körper ein wenig Zeit und unterstütze ihn mit der richtigen Rückbildung (du kannst dir auch professionelle Hilfe von einem Physiotherapeuten holen, dir dies ggf. von deiner Gyn verschreiben lassen). Und wenn alle Stricke reisen gibt es da ja noch die OP. Danach ist alles wieder flach und schön 🙂

      Du kannst mich gerne alles Fragen was du möchtest! Auch gerne privat per Email, wenn dir per Kommentar zu öffentlich ist.

      LG Silvia

  6. Andrea 2. Januar 2018 um 5:30 Uhr - Antworten

    Hallo, mir steht diese OP auch bevor-Rektusdiastase mit nabelbruch. Habe ziemlich Beschwerden u die OP soll ca 7 Monate nach der Geburt erfolgen. Habe viele Fragen, wäre es möglich privat zu Schreiben?

    • Silvia 2. Januar 2018 um 20:59 Uhr - Antworten

      Hallo Andrea,
      natürlich kannst du mir auch jederzeit privat über info@vivabini.de (keine Sorge, diese Emails sehe nur ich) schreiben und alles fragen, was dich interessiert!

      LG Silvia

  7. anja nauer 5. Januar 2018 um 20:33 Uhr - Antworten

    Hallo Silva,

    Super Bericht vielen Dank dafür.
    Ich erhol mich gerade von meiner Rektusdiastase Op mit Bauchstraffung.
    Ich wurde am 20.12.2017 operiert und bei mir hat alles die Krankenkasse bezahlt.
    Meine Narbe sieht ziemlich gut aus, Bauchnabel na ja hoffe es verwächst sich noch, bis jetzt noch etwas abenteuerlich 🙈
    Mein Bauch ist noch etwas angeschwollen und hat eine kleine Wölbung na außen, ich denke das gibt sich noch, oder wie war das bei dir gleich flacher Bauch?
    Liebe grüße anja

    • Silvia 6. Januar 2018 um 12:43 Uhr - Antworten

      Hallo Anja,
      toll, dass bei dir alles die Krankenkasse bezahlt hat! Es lohnst sich also wirklich da dran zu bleiben…
      Mein Bauch war auch ziemlich lange geschwollen, an eine Wölbung nach außen kann ich mich zwar nicht erinnern, ich hatte außer zum Duschen aber auch immer brav mein Mieder an -daher habe ich es vielleich einfach nicht gesehen.
      Mit meinem Bauchnabel bin ich eigentlich zufrieden.“Im Preis inbegriffen“ wäre bei mir aber auch noch eine kleine Bauchnabelkorrektur bei Nichtgefallen. Im Zweifel korrigiert dir dein Arzt diesen bestimmt auch.
      Ich habe dafür noch links und rechts am Narben/Naht-Ende zwei kleine „Hörnchen“. Doch hier wurde mir versichtert, dass diese sich noch glatt ziehen (ich hoffe jetzt einfach mal, dass das so ist).
      Ansonsten wirst du staunen, wie toll flach dein Bauch ist, wenn die ganze Schwellung erst einmal zurückgegangen ist 🙂 Ich bin ganz verliebt!

      LG Silvia

  8. Amy 17. Januar 2018 um 12:49 Uhr - Antworten

    Hallo Silvia,
    Interessanter Bericht. Allgemein finde ich dein Aufgreifen der Thematik sowieso sehr interessant. Ich leide selbst an einer ausgeprägten Rektusdiastase nach der Schwangerschaft. Bin sehr unglücklich. Könntest du mir vielleicht sagen woher du das Mieder hast welches du nach der OP tragen musstest? Von welcher Marke ist es und wie viel kostete es? Habe jetzt schon oft gelesen, dass das Tragen eines Bauchgurtes empfohlen wird. Wenn ich mir schon keine OP leisten kann, dann verbessert vielleicht so ein Mieder in Kombi mit Übungen mein Problem.

    Lieber Gruß !!!!

    • Silvia 18. Januar 2018 um 20:42 Uhr - Antworten

      Hallo Amy,
      Oje, ich weis wie du dich fühlst. Aber Kopf hoch, es wird sicher eine Lösung geben! Und ja, das Tragen eines Mieders in kann in Verbindungen mit den Übungen wirklich noch einmal eine Verbesserung der Rektusdiastase bewirken. Ich hatte das Mieder KP (Spezial oder extra weis ich leider nicht) von LipoElastic. Die gibt es dort im Online Shop ab 45 Euro.
      Warst du mit deinem Befund schon einmal bei deiner Krankenkasse? Ich kenne einige Fälle, da wurde die Operation von der Kasse übernommen.

      LG Silvia

      • Amy 18. Januar 2018 um 23:51 Uhr - Antworten

        Vielen Dank für deine schnelle Antwort!! Ich werde zunächst die konservativen Methoden ausprobieren, wie du mit Sport und in Verbindung mit einem Mieder. Denn mein Kinderwunsch ist noch nicht abgeschlossen. Selbst wenn die KK jetzt eine OP zahlen würde, hätte ich spätestens ab der nächsten SS ein Problem. Aber dein Ergebnis macht Mut. Und selbst wenn eine OP nötig ist und die KK sie nicht zahlt, ist dein Fall ein Beispiel dafür, dass es sich definitiv zu sparen lohnt. Danke für das Mut machen 🙂 lieber Gruß!

        • Silvia 20. Januar 2018 um 10:35 Uhr - Antworten

          Liebe Amy,
          Klar, ich finde es auch sinnvoller es erst einmal mit Sport und Rückbildung zu versuchen. So eine OP ist ja auch nicht ohne Risiken, und speziell in deinem Fall wirklich noch nicht sinnvoll, wenn du noch weitere Kinder möchtest. In der Zwischenzeit kannst du deine Diastase auf jeden Fall mit Rückbildung verbessern und bzgl. Ästhetik gibt es ja auch noch die gute alte Shapewear – darin fühlt man sich dann auch gleich wieder sicherer 🙂
          Ich wünsche dir viel Glück auf deinem Weg! Melde dich gerne wieder und berichte über deine Erfahrungen und Fortschritte bzw. wenn du noch weitere Fragen hast.

          LG Silvia

          • Amy 24. Januar 2018 um 8:31 Uhr

            Vielen Dank für drine aufmunternden Worte. Ich werde dann berichten nachdem ich alle Hebel in Bewegung gesetzt habe.

            LG

  9. Michaela 21. Januar 2018 um 22:21 Uhr - Antworten

    Hallo

    Darf ich fragen wo du dich hast operieren lassen?

    • Silvia 22. Januar 2018 um 14:25 Uhr - Antworten

      Hallo!
      Klar, kein Geheimnis: das war bei Dr. Tränkle in der Klinik am Rosental in Leipzig 🙂

      LG Silvia

  10. Claudi 29. Januar 2018 um 20:49 Uhr - Antworten

    Ich habe mit Schmunzeln deine Berichte gelesen und mich zu 100 Prozent darin wieder gefunden. Ohne Witz, mir ist es genauso gegangen! Ich spielte nach meiner Zwillingsschwangerschaft auch mit dem Gedanken einer OP, hatte mich schon dafuer entschieden. Unsere Nr. 4 hat mir die Entscheidung jetzt vorerst mal abgenommen.:-) Werde das Problem danach aber leider nicht los geworden sein. Darf ich dich, wenn es soweit ist, noch einmal anschreiben? LG!

    • Silvia 30. Januar 2018 um 20:20 Uhr - Antworten

      Liebe Claudi,
      Oh, da wünsche ich dir alles, alles gute mit deinem Schätzchen Nummer 4! Und da muss ich dir leider recht geben, verschwunden wird das Problem nach Schwangerschaft 4 höchst wahrscheinlich nicht sein… aber darum kannst du dir später immer noch Gedanken machen und ich würde mich freuen, wenn du dich dann wieder bei mir meldest!

      Viel, viel Glück und starke Nerven!

      LG Silvia

  11. Tina 3. Februar 2018 um 11:12 Uhr - Antworten

    Hallo Silvia!
    Ich werde am Montag wegen meiner Rektusdiastase operiert. Meine Jungs sind schon 9 und fast 5 und so lange habe ich schon Rückenprobleme die ich „Dank“ der Rektusdiastase nicht mit Sport eindämmen kann.
    Aufgrund deines Berichts hatte ich mich ich noch kurzfristig bei einem Schönheitschirurgen vorgestellt, ich habe allerdings „nicht genug Haut zuviel“ so dass man mir von der offenen OP mit Bauchdeckenstraffung abgeraten hat. Naja, dann bleibt der Bauch von außen halt faltig, Hauptsache er wird wieder stabil 😕
    Ich hoffe, ich bin im Anschluss auch so zufrieden wie du!
    LG Tina

    • Silvia 3. Februar 2018 um 12:39 Uhr - Antworten

      Hallo Tina,
      ui, da wünsche ich dir viel, viel Glück und Erfolg für deine OP! Und wenn eine Bauchdeckenstraffung wegen nicht genug Haut nicht ratsam ist, dann bekommst du danach deine „Falten“ bestimmt auch wieder mit Sport weg! Aber in erster Linie ist es wichtig, deine Rückenprobleme wieder in den Griff zu bekommen. Und nach der OP bist du dann endlich wieder frei, jeden Sport zu machen, der dir gut tut. Meine OP ist jetzt 3 Monate her und ich darf wieder alles machen, inkl. Bauchtraining. Das ist noch einmal eine ganz andere Befreiung, keine Angst mehr zu haben die Diastase mit Sport noch schlimmer zu machen und mir damit selbst zu schaden.

      Melde dich doch gerne nach deiner OP wieder (wenn du wieder fit genug bist) und berichte kurz 🙂

      Alles Liebe und Gute für deine Zukunft
      Silvia

  12. Claudi 6. Februar 2018 um 14:39 Uhr - Antworten

    Tina, in welche Klinik gehst du? Würde mich auch über einen Erfahrungsbericht freuen! LG Claudi

  13. Julia 6. Februar 2018 um 20:46 Uhr - Antworten

    Danke für den ehrlichen Bericht. Ich bin gerade heute noch gefragt worden ob Nummer drei unterwegs ist. Die Geburt von meinem zweiten Kind ist schon 1,5 Jahre her. Ich bin echt total unglücklich mit meinem Bauch und finde auch das die Lebensqualität immens leidet wenn man sich in der eigenen Haut nicht wohl fühlt. Das ist allerdings für andere immer sehr schwer nachzuvollziehen. Ich werde jetzt auch den Gang zum Arzt wagen und mal testen ob die Krankenkasse eventuell etwas übernimmt. Bis vor zwei Wochen habe ich überhaupt noch nie von einer Rektusdiastase gehört und dementsprechend auch ziemlich falsches Bauchtraining gemacht.
    Es ist aber schonmal gut zu wissen das einem geholfen werden kann, auch wenn es sehr kostspielig ist.

    • Silvia 6. Februar 2018 um 20:55 Uhr - Antworten

      Hallo Julia,
      ja, diese Fragen nach dem dritten Kind kenne ich nur allzu gut. Das ist wirklich nicht schön und verunsichert immens, schließlich fühlt man sich selbst schon nicht ganz wohl und die Umwelt lässt es einen dann auch nicht vergessen…

      Die Rektusdiastase ist wirklich nicht allzu bekannt scheint mir. Bzw. es interessiert auch die Wenigsten, ist es doch hauptsächlich „nur“ ein optisches Problem. Finde ich aber super, dass du einen Arzt aufsuchst! Und falls der Erste die Diastase nicht kennt, oder dich nicht ernst nimmt, nicht verzagen und einfach zum nächsten gehen! Mit deinem offiziellen Befund kannst du dann zur Krankenkasse.. viele schreiben hier dass Teile, oder sogar die ganze OP übernommen wurden. Kostspielig ist es, aber ich kann dir gar nicht sagen wie schön dieses neue Körpergefühl ist. Da verzichte ich gerne auf die nächsten Urlaube am Strand.

      Würde mich freuen, wenn du wieder von dir hören lässt!

      LG Silvia

  14. Jenny 11. Februar 2018 um 12:09 Uhr - Antworten

    Toller Bericht! Ich lasse mich diesen Sommer ebenfalls operieren – Rectusdiastase, Nabelbruch und Bauchstraffung. Habe zwei Kinder <3
    Ich freue mich schon sehr auf den Eingriff und hoffe, mein Ergebnis wird auch so schön wie bei dir 🙂

    LG Jenny

    • Silvia 12. Februar 2018 um 8:29 Uhr - Antworten

      Hallo Jenny,
      toll, dass du diesen Schritt wagst – es wird mit Sicherheit ein ganz tolles Ergebnis! Das neue Köpergefühl ist wo wahnsinnig toll, ich würde die OP jederzeit wieder machen! Ich bin wieder viel offener, und strahle wieder (sagt mein Mann).
      Dann wünsche ich dir viel Glück und danach natürlich viel Spaß mit deinen neuen Körperlinien 🙂

      LG Silvia

  15. Carina 11. März 2018 um 3:50 Uhr - Antworten

    Hallo Silvia,
    Danke für den tollen Bericht. Ich hatte den Eingriff vor 2 Tagen. Bin schon auf das Endergebnis gespannt.
    Leider habe ich ziemliche Schmerzen. Jetzt gar nicht im Schnittbereich, sondern im Oberbauch. Hattest du das auch? Kann fast gar nicht aufstehen, werde aber heute entlassen.

    Wie waren bei dir die ersten Nächte? Ich kann gar nicht schlafen. Ich bin es nicht gewohnt am Rücken zu schlafen und habe starkes Kreuzweh.

    Ich bin ja wirklich gespannt, wann ich wieder halbwegs wie ein Mensch daherkomme.

    Nach den zwei Kaiserschnitten hatte ich so gut wie keine Schmerzen und bin nach 3 Tagen schon längere Strecken durch unser Dorf spaziert.

    Danke nochmals für deinen tollen Bericht.

    Liebe Grüße
    Carina

    • Silvia 11. März 2018 um 7:12 Uhr - Antworten

      Liebe Carina,
      ich möchte dir erst einmal zu deinem Mut gratulieren! Ja, die Schmerzen gehören leider dazu. Ich hatte die Schmerzen auch im Oberbauch – ich konnte zwar am zweiten Tag wieder aufstehen, aber nur in Zeitlupe gebückt gehen und auch nur Mini-Strecken (vom Bett zum Bad).

      Schlafen konnte ich recht gut, aber auch nur deswegen, weil ich es als langjährige Babycouch es schon gewohnt war auch auf dem Rücken zu schlafen. Die Rückenschmerzen hatte ich auch – kommt glaube ich durch die ständig entlastende Haltung, die man automatisch einnimmt.

      Ich fand die Schmerzen auch deutlich schlimmer als die Kaiserschnitte… aber keine Sorge, es wir jeden Tag ein bisschen besser. Die ersten Tage sind wirklich die schlimmsten! In ein- zwei Wochen schaut die Welt schon wieder ganz anders aus und dann kannst du einfach nur noch deinen schönen Bauch flachen Bauch genießen 🙂

      Alles Gute dir! LG Silvia

  16. Anja 17. März 2018 um 9:02 Uhr - Antworten

    Liebe Silvia,
    Auf deinen Blog bin ich am Tag vor meiner OP gelandet. Er hat mir nochmal Mut gemacht, das alles durchzuführen.
    Heute Tag 1 nach meiner OP bin ich glücklich es getan zu haben und etwas ängstlich, irgend etwas durch eine falsche Bewegung kaputt zu machen. Aber das was ich bis jetzt sehen konnte, ist es wert, diesen Schritt zu gehen.
    Danke für deinen Mut, deine Erfahrungen zu teilen. Ich selbst habe nach Gesprächen über meine bevorstehende OP erst gemerkt, daß ich nicht alleine bin.
    Und als Tipp für andere Leser. Eine Rückfrage bei der Krankenkasse kann sich lohnen, da diese ggf einen Teil der Kosten für die OP übernehmen, auch wenn der operierende Arzt, ein Pivatarzt ist. Mir ging es genauso wie Silvia, nicht jedem xbeliebigen Arzt schenkt man sein Vertrauen.

    Liebe Grüße Anja (Mama von Zwillingen 3 Jahre und einer 7 jährigen Tochter)

    • Silvia 18. März 2018 um 7:06 Uhr - Antworten

      Hallo Anja!

      ja, anfangs denkt man ist vollkommen alleine mit seinem Problem und alle anderen sind so verdammt glücklich. Auch ich habe festgestellt, dass es a) viele Frauen mit dem Problem gibt und b) viele Frauen auch etwas dagegen tun wollen!

      Ich hatte anfangs auch immer Angst, dass ich irgendetwas kaputt mache…das legt sich dann aber in ein paar Wochen und das Ergebnis und das neue Lebensgefühl dannn ist umso schöner!

      Und ja, du hast vollkommen recht – eine frühzeitige Rückfrage bei der KK kann dir echt Bares sparen (war glaub ich auch einfach ein bisschen spät dran).

      Ich wünsche dir eine schnelle Genesung und natürlich viel viel Freude an deinem neuen, schönen, flachen Bauch!

      LG Silvia

  17. Nadja 3. April 2018 um 19:38 Uhr - Antworten

    Ich dachte gerade ich les da über mich 😄 nur mit dem Unterschied dass meine Bauchdeckenbruch-Op notwendig war und die Diastase gleich mitgemacht wurde.
    Ich wurde heute operiert und lieg jetzt mit den Schmerzen im Krankenbett.
    Allerdings ohne Hautstraffung und mit auflösbaren Nähten-das verunsichert mich jetzt ob das wieder aufreisst?
    Und an das Training danach hatte ich auch nicht gedacht.
    Danke für deine Blog. Bin schon aufs Aufstehen morgen gespannt 🤗
    Wünsch dir alles Liebe

    • Silvia 4. April 2018 um 6:42 Uhr - Antworten

      Hallo Nadja,
      oh, dann viele Grüße ins Krankenbett! Erhole dich erst einmal gut!
      Wahrscheinlich hält ein Netz alles zusammen? Vielleicht meint der Arzt mit auflösen die Bauchnaht…. Das ist ja fest. Wirst sehen, alles wird gut. Sport und Trainieren darfst du dann bestimmt auch nach vollständiger Ausheilung – frag einfach deinen Arzt ein bisschen aus, wenn du unsicher bist!

      Viele Grüße, Silvia

  18. Eveline 10. April 2018 um 23:04 Uhr - Antworten

    Hallo zusammen
    Liebe Silvia, vielen Dank für Deine ausführlichen Berichte, ich bin froh daürber zu lesen. Leider habe ich vor 2 Monaten festgestellt, dass ich eine Rektusdiastase habe. Meine Kinder sind zwar nun schon 9 und 5 Jahre alt, aber leider ich habe vorher noch nie davon gehört. Bei der Nachkontrolle der letzten Geburt habe ich noch erwähnt, das sich mein Bauch so komisch anfühle, die Gynäkologin hat kein Wort betreffend Rektusdiastase gesagt. All die Jahre war nun mein Bauch ständig vorgewölbt und sobald ich gegessen oder getrunken habe wurde er dicker und sah wie ein grosser Schwangerschaftsbauch aus. Ich habe immer gedacht, das ich selber Schuld sei da ich zu wenig Sport mache. Seit über einem Jahr bin ich ins Pilates und habe den Bauch trainiert, aber es wurde nicht besser, eher schlimmer. Dann bin ich per Zufall im Internet auf einen Bericht über Rektusdiastase gestossen und habe gemerkt, dass mich das betrifft! Ich ärgere mich sehr, dass ich vorher nie davon gehört habe, werder von einer Gynäkologien, Hebamme, im Spital oder von der Fitnessinstruktorien. Mich nervt dieser Bauch so dermassen, kaum esse und trinke ich nimm der Bauch an Umfang zu. Nun bin ich in Abklärung was ich betreffend der Rektusdiastase machen soll. Ich weiss noch nicht genau welchen Weg ich gehen soll, über welchen Arzt ich die Untersuchungen machen muss. Wie Du selber schreibst, ist das nicht so einfach.

    Darf ich Dich fragen, hattest Du nebst dem vorgewölbten Bauch noch andere Beschwerden? Bähungen, Rückenschmerzen, Verdauungsprobleme? Ich leide seite iniger Zeit auch an starken Bläungen, aber ich denke da wird noch ein weiteres Problem bestehen.
    Herzliche Grüsse

    • Silvia 11. April 2018 um 19:15 Uhr - Antworten

      Liebe Eveline,
      ohje, ich glaube, dass du dich da sehr ärgerst. Leider aber spiegelt das meine eigene Erfahrung wieder: die meisten Ärzte kennen die Diastase bestimmt rein theoretisch, da sie medizinisch jedoch sehr selten relevant ist, haben sie diese „Erkrankung“ einfach nicht auf dem Schirm bzw. empfinden sie vielleicht auch als nicht bedeutend. Ich musste auch meine Gyn und den Chirurg explizit danach fragen, bevor sie einräumten, dass ich tatsächlich davon betroffen sein könnte. Von alleine hätte mir das glaube ich auch kein Arzt gesagt.

      Nun, es ist wie es ist. Die gute Nachricht ist, dass es vollkommen egal ist, wie lange du deine Diastase schon hast – es ist nie zu spät etwas dagegen zu tun. Bzgl. Arzt wäre meine Empfehlung ein Chirurg. Er kann dir zumindest sagen, ob es medizinisch notwendig ist, etwas dagegen zu tun (wenn der Spalt sehr groß ist oder gleichzeitig ein Bauchwandbruch vorliegt). Ggf. kann er dir auch Physiotherapie verschreiben.

      Zwecks „Herangehensweise“ schadet es sicher nicht, erst einmal mit Physiotherapie bzw. den „richtigen“ Übungen zu starten. Dann siehst du zumindest ob sich damit deine Diastase auf ein Niveau zurückbildet, mit dem zu leben kannst. Wenn nicht, kannst du immer noch weitere Schritte in Erwägung ziehen.

      Ich selbst hatte keine weiteren Beschwerden wg. der Diastase. Es war wirklich nur ein kosmetisches Problem. Das heißt aber nicht, dass deine Beschwerden nicht davon herrühren können. Verdauung und Rückenprobleme können durchaus damit zusammen hängen. Auch hier wäre die Abklärung mit einem Arzt sinnvoll.

      Ich wünsche dir alles Gute im Kampf gegen den Kugelbauch – und glaub mir, ich kann dich sooo gut verstehen!

      Ich würde mich freuen von deinen Fortschritten zu hören.

      LG Silvia

  19. Birte 15. April 2018 um 8:02 Uhr - Antworten

    Hallo Silvia
    Verrückt Deine und auch die Nachfolgenden Geschickten zu lesen, wenn man sich in diesen so spiegeln kann. Ich wurde Mittwoch Abend operiert und bin seit gestern (samstag) zu Hause. Habe zwei Jungs (2und 5 jahre) und habe bei der rückbildung schnell bemerkt, dass mein Bauch mehr Training braucht. Ich habe täglich ein Trainings Program gemacht, was Woche für Woche mehr Zeit in Anspruch nahm. Nach 8 Wochen hatte ich das Maximum erreicht und musste morgens, mittags und abends eine halbe Stunde trainieren. Ich war sehr ehrgeizig und habe selten Übungen übersprungen. Das Ergebnis wurde schnell besser. Dann begann ich meinen vollzeit job und schaffte das Training nicht mehr. Ich war frustriert, als ich sah, dass die Diastase schon nach kurzer Zeit wieder so gross wie am Anfang war. Ich war traurig und dachte dann müsse das halt nun so sein.
    Bei der Arbeit merkte ich oft nur wenig halt vom Bauch und hatte oft Rückenschmerzen. Auch der Bauch konnte nach vielem heben schmerzen. Mein Narbel Bruch wollte ich gerne richten lassen und dieses wollte die Krankenkasse übernehmen. Mein Hausarzt bekam dann sogar nach mehrerem hin und her ein ok der Kostenübernahme für die Diastase. Die bauchstraffung musste ich selber zahlen (1500€).
    Nun habe ich das schlimmste hinter mir und bin super Happy. Der Bauch ist noch verklebt, aber sieht schon sehr flach aus. Die Schmerzen sind ähnlich wie nach meinen 2 kaiserschnitten, aber werden täglich besser. Ich bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis.
    Da die Faszie (Das bindegewebe zwischen der Bauch Muskulatur) sehr ausgedehnt, die Diastase sehr groß und der Narbelbruch kompliziert war muss ich alles sehr langsam angehen. Darf erst nach 6 Monaten heben oder den Bauch Trainieren.
    Es ist eine große Herausforderung und benötigt Hilfe im Haushalt und eine große Unterstützung vom Mann, der nun viele ekstra Aufgaben hat.
    Ich bin sehr Dankbar, das ich diese Hilfe und Unterstützung habe.
    Eine Hilfe ist auch andere Geschichten zu hören, diese geben Mut und Hoffnung. Vielen dank☺
    Liebe Grüße Birte

    • Silvia 15. April 2018 um 8:24 Uhr - Antworten

      Hallo Birte,
      na, da hast du aber auch einen langen Weg hinter dir. Umso schöner, dass jetzt alles hinter dir liegt und du happy mit dem Ergebnis bist. Kann ich voll nachvollziehen – ich freue mich auch bei jedem Blick in den Spiegel 🙂 Toll auch, dass deine KK einen Teil übernommen hat! Da du ja eine sehr lange Genesungsphase hast, villeicht kannst du ja auch eine Haushaltshilfe bei der KK beantragen? 6 Monate ist wirklich eine Herausforderung – aber auch das geht vorbei. Du schaffst dast.

      Vielen Dank für deine Geschichte!

      LG Silvia

  20. Anne 20. Juni 2018 um 23:13 Uhr - Antworten

    Liebe Silvia,
    ein ganz toller Bericht! Ich habe ihn mehrfach gelesen bevor ich endlich den Mut hatte meinen Antrag bei der Krankenkasse abzugeben! Ich musste mich dann beim MDK vorstellen und hatte keinerlei Hoffnungen, dass die Kasse die Kosten übernimmt – hat sie aber und mir sind die Tränen gekommen als mich die positive Mitteilung erreichte! Jetzt geht es an die Terminfindung! Ich freue mich.
    Danke, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst. Es hat mir sehr geholfen und mir gezeigt, dass ich es nicht als Nichtigkeit abtun sollte.
    Alles Gute, Silvia!
    Herzliche Grüße,
    Anne

    • Silvia 22. Juni 2018 um 19:50 Uhr - Antworten

      Hallo Anne,
      oh, vielen Dank für das Kompliment!
      Ich finde deinen Mut ganz ganz toll! Die KK übernimmt die OP-Kosten ja wirklich nur, wenn es medizinisch notwendig ist – daher ist deine Entscheidung die Diastase anzugehen auf jeden Fall richtig!
      Egal ob Beschwerden vorliegen oder (wie bei mir) wir uns einfach nicht wohl fühlen mit dem Körper: Jeder darf und sollte Maßnahmen ergreifen seine eigeme Situation zu verbessern (es muss ja nicht immer gleich die OP sein). Das Thema wird in der Ärztewelt leider sehr stiefmütterlich behandelt. Das heißt aber nicht, dass wir es selbst nicht wichtig und ernst nehmen dürfen – der Weg ist nur leider meist ein wenig steiniger!

      Ich wünsche dir auf jeden Fall alles, alles Gute und letztendlich dann viel Freude mit deinem neuen Körpergefühl ohne Diastasebauch. Wenn du Fragen hast, kannst du mich jederzeit anschreiben.

      LG Silvia

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