Sie sind das Sinnbild für Weiblichkeit: unsere Brüste. Oder vielmehr: große Brüste. Über kaum ein Körperteil definieren wir Frauen unsere Weiblichkeit mehr. Ich gebe dir fünf Gründe, warum ein kleiner Busen einfach rockt!

Wusstest du, dass die häufigsten Internet-Suchanfragen in Bezug auf die weibliche Brust Dinge sind wie „welche Gründe für kleinen Busen“ oder „wie wirkt Brust größer“ oder „was tun, damit Busen wächst“?

Groß, rund und fest: So sieht eben das Idealbild für unsere weibliche Brust im Allgemeinen aus.

Scheiß drauf!

Ich hatte schon immer kleine. Also kleine Brüste. Mit viel Wohlwollen ein B-Körbchen. Ein kleines B-Körbchen. Ein Handvoll, wie es viele Männer nennen würden.

Naja, und durch die Stillerei ist mein Busen auch nicht größer oder wohlgeformter geworden. (Es wird zwar in der Fachliteratur behauptet, dass Stillen keinen Einfluss auf die Brustgröße und -form hat…hat es aber irgendwie doch manchmal.)

Natürlich gab es auch in meinem Leben den ein oder anderen Moment, wo ich meinen neidischen Blick über die stolzen Dekolletees anderer Frauen habe schweifen lassen…

Kurzfristigen Neidgefühlen zum Trotz bin ich aber sehr zufrieden mit meiner kleinen (jetzt auch etwas ausgesaugten) Körbchengröße.

Vor allem nach Schwangerschaft, Stillen & Co. (naja, älter werden hilft auch nicht gerade) hadern viele Frauen mit ihrer gefühlt zu kleinen Brust. Darum habe ich mich dazu entschlossen, hier einmal die Lanze für sie zu brechen.

Denn ein kleiner Busen hat Vorteile.

Echte Vorteile.

Ja, ich möchte sogar behaupten, dass sie – alles in allem – als Sieger im Wettstreit der Körbchengrößen hervorgehen!

Die Vorteile eines kleinen Busen

1. Jumpin Boobs: die Sache mit dem Sport

Ich bin fast 20 Jahre aktiv geritten. Also auf Pferden.

Reiten ist – so wie viele, viele anderen Sportarten – ein ganz schönes Rumgehopse. Und während das vielleicht gut für die Fettverbrennung und die Gesundheit ist, so finden große Brüste dieses Spiel mit der Schwerkraft so gar nicht lustig.

Natürlich gibt es super feste und stützende Sport-BHs.

Angenehm ist das jedoch sicher nicht: Weder der Sport-BH, noch die umherwirbelnden Brüste.

Mal abgesehen davon, dass dies alles andere als souverän und sexy aussieht.

Und glaub mir, in meiner Reitsportzeit habe ich sie schon alle hüpfen gesehen…

Lesetipp: Von Müttern und ihren Hobbys – die Vereinbarkeitsfalle

2. Hanging Boobs: die Sache mit der Schwerkraft

Wir werden alle älter. Und mit zunehmendem Alter verlieren wir – oder besser gesagt unser Bindegewebe – auch die Festigkeit.

Was also so manch Zwanzigjährige noch stolz vor sich herträgt, hängt bei so manch Mittvierzigerin runter bis zum Bauchnabel.

Ein kleiner Busen bleibt ein Leben lang genau da, wo er hingehört 😉

3. Wear that Boobs: die Sache mit dem Style

Schicke Kleider, Pullover mit Carmenausschnitt, rückenfreie Blusen – bei all diesen Kleidungsstücken stellt sich einem die Frage: „Und was für einen BH ziehe ich darunter an?“

Mit einer kleinen Brust ist die Antwort schnell gefunden: Gar keinen, einen Trägerlosen oder einen selbstklebenden. Egal was es auf dem Markt an Alternativen zum klassischen Träger-BH gibt – DU kannst es tragen!

Genauso verhält es sich auch mit den aktuellen Trends. Transparte Oberteile und solche mit Mesh-Einsätzen, Lingerie-Tops, Bralettes, tiefe V-Ausschnitte… an uns kleinbusigen Frauen schaut diese Mode einfach nur lässig und cool aus.

Frauen mit großem Busen müssen dagegen höllisch aufpassen, dass solche Freizügigkeiten nicht in ein gaaanz anderes Genre rutschen.

Du weißt, was ich meine.

4. Shape that Boobs: die Sache mit dem BH

Es gibt da draußen wahnsinnig schöne Wäsche: sexy Bralettes, romantische Body Suits und romantische Soft-BHs. Die Grenze zum Dessous verschwimmt immer mehr – fast schon zu schade, um sie unter einem Pullover oder Shirt zu verstecken ?

Ich meine, mittlerweile gibt es Labels, die sich auf Wäsche für kleine Körbchengrößen spezialisiert haben – wie Aikyou zum Beispiel.

Du musst dir aber bewusst sein: Diese schöne Wäsche hat nur eine minimale Stützfunktion.

Sprich, es können sich nur Frauen mit kleinen Körbchen an den zarten Stücken und der großen Auswahl erfreuen.

5 Vorteile eines kleinen Busen

Auch ein kleiner Busen kann entzücken! Foto: @Max Hörath Design

Für alle anderen heißt es: Gehe nicht über Los, sondern direkt zurück in die Stütz-BH-Abteilung.

5. Carry that Boobs: die Sache mit der Gesundheit

Ich bin jemand der wahnsinnig schnell Verspannungskopfschmerzen bekommt. Ich merke dann richtig, wie sich meine Schultern und mein Nacken versteifen und dieser unangenehme Schmerz nach oben in den Kopf kriecht.

Deshalb bin ich auch sehr empfindlich mit Dingen, die einen Druck oder Zug in diesem Bereich erzeugen.

Schwere Halsketten zum Beispiel kann ich nur kurz tragen.

Und auch feste BH-Träger sind für mich eine Quälerei. Lange Zeit habe ich die Träger deshalb nur sehr locker eingestellt. Wobei dies natürlich den eigentlichen Nutzen des BHs hinfällig machte. Außerdem haben mich die ständig rutschenden Träger wahnsinnig gemacht.

Jetzt bin ich auf trägerlose BHs umgestiegen.

Ein Traum.

Frauen mit großer Brust haben diese Alternative nicht. Sie brauchen die stützende und tragende Funktion des BHs.

Das bedeutet oftmals: einschneidende Träger, unangenehme Druckstellen und Verspannungen. Mal abgesehen davon, dass richtig große Brüste ein nicht zu verachtendes Gewicht mit sich bringen, dass getragen werden will. Fehlhaltungen und Rückenschmerzen sind in der Folge keine Seltenheiten.

Ich sage: „Danke, aber „Nein, danke“.

Du siehst also: Kleine Brüste rocken! Wenn du welche hast, kannst du dich glücklich schätzen.

Silvia