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Nein, du musst nicht ein paar Wochen nach der Geburt wieder in Top-Shape sein. Es will aber auch nicht jeder seinen Rest-Babybauch zur Schau stellen. Ich gebe dir ein paar einfache Styling-Tipps, um den After-Baby-Bauch zu kaschieren.

Natürlich dürfen wir als Neumamas erst einmal in der neuen Situation ankommen, uns über unser Baby freuen und einfach nur Genießen.

Früher oder später hegen wir jedoch alle den Wunsch auch wieder zu unserer alten Figur zurück zu kehren. Vor allem der Bauch leidet besonders unter den Veränderungen durch die Schwangerschaft.

Rückbildung dauert lange. Eine Faustregel besagt: Der Körper war neun Monate schwanger und er braucht auch neun Monate, um wieder die Ausgangsposition zu erreichen.

Bis es soweit ist können wir den Rest-Babybauch mit unserer Kleidung kaschieren.

Können. Nicht müssen. Schließlich ist ein bisschen Bauch normal nach einer Schwangerschaft.

Ich persönlich habe mich aber nie wohl damit gefühlt.

Vor allem nach meiner zweiten Schwangerschaft kämpfte ich lange Zeit gegen einen ziemlich großen Fake-Schwangerschaftsbauch, ausgelöst durch eine Rektusdiastase (das ist eine Bauchwandschwäche). Damals wurde ich oft gefragt, ob ich wohl schon mein drittes Kind erwarten würde…

In dieser Zeit habe ich mich viel mit Styling beschäftig und dabei den ein oder anderen Trick gelernt um vom After-Baby-Bauch abzulenken.

After-Baby-Bauch kaschieren

Grundsätzlich hat die Kunst des Kaschierens zwei Aspekte: Verschleiern und Ablenken.

Lockere Oberteile

Trage längere, locker geschnittene Oberteile aus fließenden Materialien. Die zart fallenden Stoffe deuten deine Kurven an, tragen nicht auf, lassen deinen Bauch aber auf elegante Weise verschwinden.

In dieser Zeit habe ich auch den „Half-Tuck“ für mich entdeckt: das heißt, du steckst das Shirt nur eine handbreit vorne oder leicht seitlich locker in den Bund. Das sieht nicht nur stylisch aus, es gibt deinem Oberteil auch genau dort Volumen, wo du kaschieren möchtest.

Bitte auf keinen Fall enge und dünne Oberteile in Stretchqualität wählen: sie betonen den Bauch zusätzlich und sind wirklich alles andere als schmeichelhaft.

High-Waist Hosen

Tja, die Zeiten der Hüfthose sind vorbei. Greife auf höher geschnittene Hosen zurück: Hosen in „Normalhöhe“ (wie es die Hersteller immer beschreiben) oder auch die aktuell im Trend liegenden High-Waist-Hosen sind super. Darin ist der Bauch gut verpackt und bleibt dort wo er hinsoll.

Damals habe ich mir auch meine erste Boyfriend-Jeans gekauft. Der höhere Schnitt und die lockere Form der Hose lässt auch sonstige Babypfunde um die Hüften ganz einfach verschwinden

After-Baby-Bauch kaschieren mit offen getragenen Jacken

Bauch kaschieren durch höhere Leibhöhe und offene Jacke

Offene Jacken

Ein Cardigan-Fan war ich ja schon immer. Zum Glück sind offene Jacken auch ein tolles Kleidungsstück, um den darunter liegenden Bauch weg zu schummeln. Das funktioniert natürlich genauso mit Blousons oder Blazern.

A-Linie

Die A-Line ist unser neuer, liebster Schnitt. A-Linie sind Kleider, die ab der Taille nach unten hin weiter werden. Oder auch ausgestellte und auf Taille geschnittene Röcke: am besten aus fluffig-flatterndem Material.

Der Bauch verschwindet unter dem Rock (des Kleides) während uns die Betonung der Taille gleichzeitig eine schöne Sanduhrfigur beschert – zumindest optisch.

After-Baby-Bauch kaschieren mit Layering

Bauch kaschieren mit Layering

Layering

Genauso gut wie offene Jacken kaschiert Layering: also zum Beispiel eine längere Bluse unter dem Pullover, die darunter hervorschaut. Wichtig ist dabei nur, dass obere Teil in einem dunkleren Farbton zu wählen als das untere. Die hellere Farbe lenkt den Blick automatisch auf sich, während über die dunklere Farbe hinweggesehen wird.

Muster & Applikationen

Auch Muster wirken richtig eingesetzt kaschierend. Längsstreifen lassen deinen Oberkörper länger und dünner aussehen. Kräftige, auffällige Prints ziehen den Fokus auf sich und weg von der Problemzone. Und bei Outfits im Mustermix ist so viel los, da fällt das Bäuchlein gar nicht mehr auf.

Ähnlich wie Muster kannst du auch mit Rüschen, Stickereien und anderen Applikationen vom Bauch ablenken. Damit das Styling aber nicht nach hinten losgeht, darf die Applikation nicht in der näheren Umgebung des Bauches sein.

Sprich: Bauchtaschen vermeiden. Rüschen am Dekolletee oder eine Stickerei am seitlichen Hosenbein entlang ist dagegen ideal.

Bauch kaschieren mit Taillenrock und Mustermix

Schokoladenseite betonen

Statt zu kaschieren kannst du auch den umgekehrten Weg wählen: Betone deine Schokoladenseiten – dadurch bekommst du auch eine Extra-Portion Ausstrahlung und Selbstbewusstsein!.

Stecke deine langen Beine zum Beispiel in eine höher geschnittene Skinny Jeans gut. Der tiefe V-Ausschnitt oder die aufgeknöpfte Bluse lassen deinen Oberkörper optisch länger wirken und setzen nebenbei dein Dekolletee in Szene.

Vielleicht willst du auch mit deinen Schultern verzücken? Die aktuellen Cut-Out- und Carmenblusen machen es möglich.

Shapewear

Naja, und wenn alle Stricke reißen dann gibt es ja noch die gute, alte Shapewear 😉 Das ist glaube ich selbsterklärend.

Wobei: Allen Still-Mamis kann ich das Still-Top von Medela empfehlen. Ich liebte diese Teile weil sich nicht nur praktisch fürs Stillen waren, sondern durch das feste Materials auch die schwache Bauchmuskulatur nach der Geburt gestützt haben. Oder auch super: taillenhohe Miederslips wie die von Innersy – perfekte Höhe für Kaiserschnittnarben, dabei bequem, stützend und figurformend (jeweils via Amazon).

Shopping-Tipp

Normalerweise stöbere ich ja ganz gerne durch die verschiedenen Online-Shops meiner Lieblingsbrands. Wenn ich allerdings nach etwas ganz Speziellem suche – zum Beispiel einem fairen Print-Rock in Midi-Länge, bin ich schnell genervt davon mich durch alles durchklicken zu müssen.

In diesen Fällen besuche ich gerne themenspezifische Shopping-Plattformen, die das Angebot vieler Marken auf einer Website bündeln. Dort finde ich viel schneller, was ich suche und werde anschließend einfach zm betreffenden Shop weitergeleitet.

Project Cece zum Beispiel ist eine solche Plattform. Hier findest du nur Labels, die nachhaltig und fair produzieren. Hier findest du bekannte Marken wie Armedangels und Greenality, aber Labels wie Mayamiko oder Troo, die du vielleicht nicht so auf dem Schirm hast.

Wer auf der Suche nach Mode in Großen Größen ist, wird dagegen ganz sicher bei Wundercurves fündig. Ich habe einige Freundinnen, die sich schwer tun, schicke Klamotten jenseits Größe 42 zu finden. Auch hier ist es praktisch auf EINE Website gehen zu können und dort das Angebot vieler einschlägiger Marken durchstöbern zu können.

Das Ziel vor Augen: der Wohlfühlkörper

Kaschieren ist natürlich nur eine Krücke. Ziel muss es sein, dich wieder wohl in deinem Körper zu fühlen und nicht Experte im Bauch-verstecken zu werden.

Selbstfürsorge – nicht nur, aber auch im Sinne von Sport – ist dabei ein Schritt in die richtige Richtung. Allein das Gefühl, DASS du etwas für dich selbst tust, verhilft dir zu einem besseren Selbstbild.

Ich habe zum Beispiel Frühsport für mich entdeckt. Gut, ich habe mich auch unters Messer gelegt und mich quasi sanieren lassen… das sollte aber nur selten notwendig sein. Hier im Blog habe ich zum Thema Selbstfürsorge einige Gedenkanstöße zusammengetragen. Stöbere doch einfach mal durch die Artikel. Vielleicht ist auch für dich etwas dabei.

Alles zur Selbstfürsorge

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Silvia