//Sieben gute Gründe, warum du als Mama auf Frühsport umsteigen solltest

Sieben gute Gründe, warum du als Mama auf Frühsport umsteigen solltest

Hach ja, der liebe Sport. Irgendwie nervt er ja. Ohne ist aber irgendwie auch doof. Die große Frage dabei ist, wie wir Mamas das Thema Sport sinnhaft und regelmäßig in unseren Alltag integrieren können. Ich habe eine Lösung gefunden: Frühsport!

Ich bin niemand, der Sport braucht. Also so als Selbstzweck. Ausdauersport ist für mich der Gipfel der Selbstbestafung: Laufen, Radfahren, Schwimmen – stundenlang und nur, um es getan zu haben… Yak!

Normalerweise mache ich „Sport“, weil ich etwas gerne tue, wofür ich mich gezwungenermaßen bewegen muss. Tanzen zum Beispiel. Außerdem liebe ich das Abenteuer und den Wettkampf: Früher bin ich fünf, sechs Tage die Woche geritten. Ich habe in der Mannschaft Volleyball gespielt. Ich begeistere mich für Aktivurlaub und Erlebnis-Touren.

Seit den Jungs haben sich sowohl Zeit als auch Gelegenheit dafür aber quasi in Luft aufgelöst.

Dadurch taten sich zwei Probleme auf: die plötzlich grundverschiedene Freizeitgestaltung und – daraus resultierend – weniger Elan, weniger Körpergefühl und das nicht mehr zugehende Lieblingskleid.

Gut, solange das Thema Fake-Schwangerschaftsbauch alias Rektusdiastase noch aktuell war, tat ich dies noch als das kleinere Übel ab. Jetzt, nach der Operation und mit der Badesaison vor der Tür hat mich wieder der Ehrgeiz gepackt, etwas für mich und meine Figur zu tun.

Lesetipp: Warum ich mich mit meinem Mamakörper weder anfreunden noch abfinden kann

Auf der Suche nach der Sport-Gelegenheit

Der Wille war also da. Was weiterhin fehlte war die Zeit.

Aber es musste doch trotzdem möglich sein! Also testete ich mich  durch die verschiedenen Möglichkeiten, als Mama nebenbei ein bisschen Sport zu treiben:

Sport am Abend, wenn die Kinder schlafen:

Das ist wahrscheinlich der Klassiker des Sportelns – zumindest des Sich-Vornehmens. Doch leider gibt es hierbei zwei Knackpunkte:

Erstens gibt es zu viele Themen, die am Abend um Aufmerksamkeit buhlen – vom Mount Wäscheberg bis hin zu Bank-Formalitäten.

Zweitens sind wir (zumindest ich) am Abend eher im Selbstbelohnungsmodus. Bis der Tag dann endlich geschafft, die Trotzanfälle überstanden und alle Kinderaugen zu sind, entpuppt sich der innere Sport-Schweinehund als ein unüberwindbares Hindernis.

Vor allem für die unter uns, die noch Einschlafbegleitung leisten. Diese Begleitung dauert schließlich gerne länger als zwanzig Minuten und mit einer hohen Wahrscheinlichkeit dösen wir dabei selbst weg.

Ganz ehrlich – Danach denk ich nur noch „Scheiß auf den Sport, wo ist die Fernbedienung?“

Sehen wir also der Wahrheit ins Auge: Sport nach der Schlafenszeit wird nur selten passieren.

Dafür bekommt unser schlechtes Gewissen eine Dauerkarte für die erste Reihe.

Sport in den Alltag integrieren:

Ich liebe ja diese Tipps, wie wir Muttis in unseren ach so langweiligen Alltag ein wenig Fitness integrieren können: Hebetraining mit dem Einkaufswagen in der Supermarktschlange, Kniebeugen an der Spielplatzwippe, Beckenbodenfitness im Auto auf dem Weg zum Büro.

Zugegebenermaßen habe ich das nicht wirklich versucht.

Denn ganz ehrlich: Hab‘ ich einen Vogel oder was?

Nachdem ich abgehetzt von der Arbeit durch den Supermarkt geschossen und endlich an der Kasse angekommen bin, möchte ich einfach nur doof glotzend in dieser bescheuerten Schlange stehen. Ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben, dabei „nichts“ zu tun.

Nein, ich bin kein Fan. Ich habe einfach den Anspruch, ein kurzes Workout konzentriert am Stück absolvieren zu dürfen.

Sport mit den Kindern zusammen

Das war ja DIE Idee: Kindermusik an und wir spielen „Sport machen“. Allerdings verfehlte auch hier der Wunsch gaaanz knapp die Wirklichkeit:

Statt zu sporteln spielten die Jungs viel lieber „Mama, der Kletterturm“ oder „Mama, die Hüpfburg“ oder auch „Mama, der Rammbock“. Als ich dann noch fast mit einem Lego-Duplo-Stein erschlagen wurde, musste ich auch dieses Experiment als gescheitert deklarieren.

Sport am „freien Abend“

Einmal die Woche einen freien Abend. Die Kinder freuen sich, die Zeit mit Papa alleine zu verbringen. Wir freuen uns über die Auszeit und fahren ins Studio. Hier können wir uns dann ganz in Ruhe und ausgiebig auspowern.

Aber halt. Auspowern? Braucht kein Mensch, äh Mama.

Unser Ziel ist ein effizientes und effektives Training. Das heißt, wir wollen unsere hart erkämpfte Auszeit doch dazu nutzen, unserem Ziel näher zu kommen – egal ob dieses Ziel nun Halbmarathon, Bikini-Figur oder Körperwahrnehmung heißt.

Einmal die Woche volles Ofenrohr zu trainieren nützt in dieser Hinsicht leider reichlich wenig. Um echte Trainingseffekte zu erzielen müssen wir mindestens zwei Mal die Woche etwas tun. Am effektivsten sind kurze, intensive Trainingseinheiten mehrmals die Woche (Das ist übrigens nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern steht hier und hier 😉 )

Die Lösung: Frühsport

Nach all diesen Fehlschlägen habe ich also angefangen, an vier bis fünf Tagen pro Woche ein Morgen-Workout einzulegen. Mal zum Straffen, mal Cardio, mal Tanz, mal Yoga. Eine knappe halbe Stunde – mehr braucht es nicht.

Ja ja, ich höre dich schon raunen: „Sport am Morgen – aber ich bin ein Morgenmuffel!“ und „Vorm ersten Kaffee geht gar nix“ oder „Noch früher aufstehen? Ich schlafe eh schon kaum…“

Ja, ja und ja. Geht mir doch genauso.

Und trotzdem bin ich ein Fan des Frühsports geworden. Warum?

  1. So viel Ruhe und Gelassenheit wie am Morgen hast du nie wieder. Die Sonne geht gerade auf, alle anderen schlafen noch – diese Zeit bewusst für dich selbst zu nutzen, macht gleich gute Laune und ist der perfekte Start in den Tag.
  2. Das Thema Sport ist gleich früh abgehakt – den Rest des Tages darfst du dir selbst auf die Schulter klopfen.
  3. Kein schlechtes Gewissen mehr am Abend. Dieser ist nun frei für alle anderen wichtigen und unwichtigen Dinge. Belohnen ist ausdrücklich erlaubt.
  4. Der Morgensport fügt sich wunderbar in den Mama-Alltag ein:
    • Mit der halben Stunde am Morgen kannst du sowieso nicht viel anderes, sinnvolles anfangen
    • Morgen-Duscher sparen zusätzlichen Aufwand– der Morgensport fügt sich nahtlos in den gewohnten Tagesablauf ein
  5. Sport am Morgen hat eine positive Wirkung auf deine Motivation und das Selbstwertgefühl
  6. Du startest fitter und produktiver in den Tag
  7. UND Studien besagen, dass gerade der Frühsport den Körper vermehrt dazu veranlasst Fettreserven abzubauen.

Also wie gesagt: Ich bin ein Fan geworden: aufstehen, Sportklamotten überwerfen, Katzen füttern, Computer hochfahren und los geht es. Aktuell nutze ich dafür das Online-Fitness-Portal Gymondo. Ich habe aber auch schon ein paar andere, exotische Online-Programme entdeckt, die ich testen werde.

Lesetipp: Im Test: Sensous Dance Workout für mehr Sinnlichkeit im Alltag bei gleichzeitigem Beckenbodentraining

Sport vor dem Frühstück – ist das gesund?

Ja, ich trainiere dabei auf nüchternen Magen. Studien wollen herausgefunden haben, dass sich dies den Fettstoffwechsel ankurbelt.Von langen Trainingseinheiten sowie intensivem Krafttraining  vor dem Frühstück wird jedoch abgeraten. Für kurze Mama- Workouts ist es kein Problem.

Noch ein bisschen Motivation gefällig?

Laut einer Studie des „Journal of Experimental Social Psychology“ stellen wir uns mit neuer Kleidung besser auf ein anstehendes Projekt ein. Für uns übersetzt bedeutet dies, dass wir uns mit einem neuen Sport-Outfit zugleich motivieren als auch belohnen können.

Schaue auch gerne einmal auf meinen Pinterest Board „Fitness, Motivation und Körpergefühl für Mamas“ vorbei: Dort sammle ich alles rund ums schnelle Workout, effektive Training und was uns Mamas in Sachen Fitness und Körper noch so interessiert.

UND zu guter Letzt ist hier noch noch mein Gymondo-Freundschaftslink. Damit sparst du auf deine Laufzeit 25% – und ich auch 😉

Win-Win sag ich da nur!

Also, dann mal Wecker stellen und selbst das Workout am Morgen ausprobieren! Ich bin gespannt, ob du dich auch dafür begeistern kannst.

Silvia

2018-06-13T17:53:18+00:00 Kategorien: Mamaleben|Tags: , , |

2 Comments

  1. Anni 9. Mai 2018 um 19:59 Uhr - Antworten

    Klingt gut, aber bei uns funktioniert sowas schwer.. Die Kids würden aufwachen. Wenn der Mann sich frühs leise als Erster rausschleicht, werden sie manchmal schon wach. Leider….

    • Silvia 10. Mai 2018 um 10:05 Uhr - Antworten

      Hallo Anni,
      hm, immer klappt es hier auch nicht, wobei dann der Papa sich einfach die zwanzig Minuten um den kleinen Frühaufsteher kümmert. Ansonsten haben unsere Jungs schon ihren Rhythmus, wann sie aufstehen. Vielleicht ist es auch eine Altersfrage. Als sie noch sehr klein waren, hätte das auch nicht geklappt – da haben sie sofort gemerkt dass die Mama aufsteht. Es ist wirklich nicht einfach mit den Kleinen!

      LG Silvia

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