//Vivabini meets Medium Jasmin Volck – oder: Was Spiritualität mit Selbstliebe und bedürfnisorientierter Erziehung zu tun hat?

Vivabini meets Medium Jasmin Volck – oder: Was Spiritualität mit Selbstliebe und bedürfnisorientierter Erziehung zu tun hat?

Ich bin nicht besonders gläubig. Mit Spiritualität habe ich mich nie groß beschäftigt. Was soll ich sagen: ich bin ein Fühlen-und-sehen-Typ. Umso interessanter war es, Medium Jasmin Volck kennen zu lernen: Sie erklärte mir, warum Selbstliebe die Basis der Spiritualität ist, und wir sprachen darüber, wie dies ihre Rolle als Mutter definiert.

Spiritualität: die enge Verbindung zur geistigen Welt, die Beschäftigung mit dem Übersinnlichen, dem Glauben an die Unendlichkeit und der Reinkarnation, dem Gefühl, dass da mehr ist, als wir mit dem bloßen Auge erkennen können.

Jasmin Volck ist Spiritualistin, ein Medium mit einer alten Seele: Sie hätte schon viele Leben auf dieser Welt geführt und wäre über 13.000 Jahre alt. Sie hätte eine starke Verbindung zur „anderen Seite“, den Toten.

Dem ein oder anderen verschwinden sicherlich gerade die Augenbrauen im Haaransatz. Mir erging es genauso. Und vielleicht musst du an dieser Stelle schmunzeln, weil dir dazu irgendein Film oder eine Serie vorm inneren Auge abläuft.

–  I can see dead people –

Wer Jasmin jedoch kennenlernt – wie ich an diesem sauheißen Mittwoch im Juni – merkt schnell: Hier ist eine junge Frau, ohne Oohm und Schischi, dafür mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein und Überzeugung.

Das war nicht immer so.

Früher war sie ein sehr unsicherer Mensch. Launisch. Wütend. Unzufrieden.

Durch die Spiritualität hat sie dies überwunden. Sie erkannte, wie wichtig es ist, sich selbst zu erfahren, zu akzeptieren und wertzuschätzen.

Selbstliebe als Life-Changer.

Eine andere Sichtweise des Nichtsichtbaren

Laut Jasmin ist der Tod nicht das Ende. Nur das Ende einer Reise. Wenn wir sterben wandert unsere Seele in eine Zwischenwelt. Hier existiert sie in ihrem Urzustand als Energieform: Vollkommen im Reinen mit sich selbst, voller Selbstliebe, Offenheit und Vertrauen.

Irgendwann verlassen wir diese Zwischenwelt um eine neue Reise zu beginnen: Wir reinkarnieren, werden wiedergeboren.

Es gibt also keinen Gott frage ich.

„Ich glaube daran, dass da draußen ein höheres Wesen existiert, das den Anstoß zu unserer Existenz gegeben hat: Der Ursprung unserer Seelen. Ob wir das nun Gott, Allah, Buddha oder sonst wie nennen ist dabei aber piepegal. Diese Kategorisierung entsteht nur aus den Doktrinen und Glaubensblockaden, die wir Menschen uns selbst auferlegen. Es gibt keinen Himmel, keine Hölle, es gibt nur die Zwischenwelt, unseren Ursprung.“

Zugegebenermaßen ist dieses Konzept der Zwischenwelt für mich als Außenstehender erst mal befremdlich. Schließlich bin ich noch in Zeiten aufgewachsen als Religion ein Abiturfach war (gibt es das noch?). Nichtsdestotrotz erscheint mir diese Sichtweise doch auch irgendwie tröstend – das Leben als eine Reise von vielen….

Doch wenn unsere Seele im Ursprung voller Selbstliebe und Offenheit ist, warum sind dann so viele Menschen unzufrieden und verschlossen?

„Leider verliert unsere Seele ihren positiven Urzustand aufgrund gesellschaftlicher Normen, Erziehung, Doktrinen und damit einhergehender Selbstblockaden. Dabei steckt die mediale Fähigkeit in allen von uns. Die meisten Menschen verlieren jedoch den Zugang zur geistigen Welt und müssen sich diesen erst wieder hart erarbeiten.“

Warum es ohne Selbstliebe keine Spiritualität gibt

Jasmin sieht sich selbst als neue Generation der spirituellen Community: offen und hilfsbereit statt elitär und exklusiv.

„Spiritualität ist nichts hochgestochenes, kein Geheimnis, das wenigen Auserwählten zusteht. Dieser Eindruck wird manchmal nur gerne vermittelt. Im Gegenteil: Spiritualität und mediale Fähigkeiten stecken in uns allen!“

Um diese Fähigkeiten zu entdecken, braucht es keine Dritte. Keine spirituellen Führer. Vielmehr liegt der Schlüssel dazu einzig in uns selbst. Je näher wir bei uns selbst sind und je offener wir für die übernatürliche Welt sind, desto empfänglicher sind wir auch dafür.

Medium Jasmin Volck im Interview

Laut Jasmin Volck ist Selbstliebe der Schlüssel

Jasmin selbst hat schon immer gespürt, dass „dort draußen“ mehr ist. Das mehr in ihr selbst steckt.  Danach gehandelt hat sie jedoch zunächst nicht. Sie wusste nicht wie.

Erst aufgrund einer Therapie, den dort aufgearbeiteten Erlebnissen aus ihrer Kindheit und dem Lösen selbst aufgebauter Blockaden hat sie diese spirituelle Welt für sich entdeckt. Nun möchte sie anderen helfen, dies ebenfalls zu tun.

„Dabei ist es mir wichtig zu betonen, dass es nicht den einen richtigen Weg gibt. Das wird nur gerne behauptet. Natürlich kann ich anleiten und unterstützen. Am Ende des Tages muss jedoch jeder seinen eigenen Weg finden – zu sich selbst und zur spirituellen Ebene.“

Die Basis oder der Kern dieser Reise ist immer die Reise zu sich selbst. Selbstliebe ist der Schlüssel. Nur wer sich selbst kennt, weiß wer er ist und was er kann, schafft diese Verbindung zur geistigen Welt.

Nur dann bist du im Stande zu erkennen, ob ein wahrgenommener Geruch oder ein inneres Bild aus dir selbst entstanden ist, oder ob eine Seele Kontakt mit dir aufnehmen möchte.

Spiritualität und bedürfnisorientierte Erziehung

Nun ist Jasmin nicht nur Frau, sondern auch Mutter einer vierjährigen Tochter.

„Dass ich ihre Mutter bin und Sophia meine Tochter ist kein Zufall. Unsere Seelen haben sich in der Zwischenwelt verabredet, in diesem Leben die Mutter-Kind-Erfahrung miteinander zu teilen. Wir sind quasi eine Gemeinschaft, die miteinander wächst und lernt.“

Natürlich erlebt Jasmin die Höhen und Tiefen des Mamaseins genauso wie du und ich. Was sie uns jedoch – glaube ich – voraus hat, ist die schuldlose Priorisierung ihrer eigenen Bedürfnisse. Bedürfnisse, die sie gegenüber ihrer Tochter konsequent durchsetzt.

Selbstliebe und Selbstwertschätzung heißt in diesem Zusammenhang eben auch, sich in seiner Mutterrolle nicht selbst zu verlieren.  Die eigene Person darf und muss weiterhin im Fokus stehen.

Lesetipp: Von Selbstfindung, 1000 Fragen und der Einen, die sich jede Mama stellen sollte

Ob wir das nun alles glauben oder gut heißen, bleibt uns natürlich selbst überlassen.

Interessant dabei finde ich jedoch, dass die aktuell so heiß geliebte und heiß diskutierte bedürfnisorientierte Erziehung eigentlich in die gleiche Kerbe schlägt.

Nur eben aus einer anderen Wahrnehmung und Weltanschauung.

Bedürfnisorientiert heißt, alle Bedürfnisse ernst nehmen

Neulich hatte ich ein sehr interessantes Gespräch mit Katharina vom Blog Kinderleute. Sie erklärte mir, dass bedürfnisorientierte Beziehung oftmals falsch interpretiert wird. Bedürfnisorientiert bedeutet nicht, dass die Wünsche unser Kinder an erster Stelle stehen und stehts befriedigt werden müssten.

Die Folge einer solchen Interpretation ist oftmals grenzenlose Aufopferung, woraus Überforderung entsteht. Wir verlieren uns selbst und existieren nur noch in Symbiose oder als Art Verlängerung unserer Kinder.

Bedürfnisorientiert bedeutet, dass wir die Grundbedürfnisse unserer Kinder immer im Blick haben und ernst nehmen – also das Bedürfnis nach Sicherheit oder Liebe.  Oftmals verwechseln wir jedoch Bedürfnis und Wunsch miteinander. Und ob wir letztendlich jeden Wunsch unserer Sprösslinge befriedigen müssen oder wollen ist eine ganz andere Frage. Es ist durchaus erlaubt, es nicht zu tun und stattdessen unser eigenes Bedürfnis vorne an zu stellen.

Wie du siehst, lassen sich durchaus Parallelen entdecken 🙂

Spiritualistin Jasmin Volck im Interview mit Vivabini

Spannendes Interview mit Medium Jasmin Volck

Glamspiritastisch!

Natürlich habe ich hier nur kurz an der Oberfläche gekratzt. So manch ein erfahrener Spiritualist schlägt über meine Wortwahl vielleicht die Hände über dem Kopf zusammen.

Und natürlich gehören zur Spiritualität noch so viele weitere Aspekte. Das würde hier jedoch den Rahmen sprengen.

Wenn dich die ganze Materie interessiert, lade ich dich dazu ein, auf Jasmins Blog Glamspiritastisch vorbei zu schauen.

Ich garantiere dir, sowas hast du nicht erwartet 😉

Ansonsten bin ich gespannt auf deine Meinung. Hast du dich mit dem Thema schon einmal auseinander gesetzt?

Silvia

2018-06-27T22:04:17+00:00 Kategorien: Mamaleben|Tags: , |

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