Ach wie schön, endlich kommt die Sonne raus und die Temperaturen steigen. Jetzt kommt die schöne Zeit der lauen Grillabende auf der Terrasse und sonnigen Stunden in der Eisdiele oder am Badesee Der Kleiderschrank wird von Winter- auf Sommerklamotten umgestapelt, die Bikinis aus dem hinteren Eck der Schublade gezogen. Vor meinem inneren Auge sehe ich mich schon in Shorts und T-Shirt durch die Straßen flanieren.

Dieses Bild bekommt jedoch eine kalte Dusche, als ich mich eben in diesen Shorts selbst im Spiegel betrachte: Die kalkweißen Beine, die ich dort erblicke, lassen so gar keine Sommerstimmung aufkommen. Nur im Bikini schaue ich noch schlimmer aus: Wie ein weißer Leuchtturm. So möchte ich mich draußen nicht unbedingt sehen lassen.

Eine Lösung wäre natürlich ein Selbstbräuner. Davor habe ich aber ein wenig schiss. Zum einen hatte ich noch nie Geduld für ausgedehnte Beauty-Sessions. Zum anderen fürchte ich, danach auszusehen wie ein Streifenhörnchen oder mich für die Orange-Man-Group qualifizieren zu können. Dabei möchte ich doch nur diesen schon fast transparent weißen Look etwas mildern. Die Lösung verspricht dabei die Bräunungslotion: die sanfte Alternative zum Selbstbräuner.

Selbstbräuner vs. Bräunungslotion

Der Unterschied liegt bei der Bräunungslotion in der deutlich niedrigeren Dosierung des Bräunungswirkstoffes Dihydroxyaceton. Im Gegensatz zum Selbstbräuner ist der Tönungseffekt nicht nach ein paar Stunden, sondern erst erst nach mehreren Tagen und Anwendungen sichtbar. Die Bräunung ist nicht so intensiv und spendet im Gegensatz zum Selbstbräuner auch Feuchtigkeit.

Laut Versprechen musst du nichts zusätzlich machen. Nach dem Duschen würdest du anstelle deiner normalen Bodylotion einfach die Bräunungslotion auftragen. Nach ein paar Tagen soll der weißstich dann unter einer gleichmäßigen, leichten Bräunung verschwunden sein. Es würde sich auch nichts abfärben. Na, das hört sich doch super an! Ich beschloss, der Bräunungslotion eine Chance zu geben.

Wenn testen, dann richtig!

Eigentlich würdest du erwarten, in der Drogerie deines Vertrauens vom Bräunungslotion-Angebot erschlagen zu werden. Nun, vielleicht lebe ich einfach zu weit im Grünen…, auf jeden Fall waren da genau zwei Selbstbräunerlotions zur Wahl: Dove Sommer Revival und die Balea Magic Summer. Dove war für hellere Haut geeignet (gibt es etwas helleres als schneeweiß?), Balea für die dunkleren Hauttypen.

Bräunungsllotions im Test Dove und Balea

Obwohl die Sachlage klar schien, war ich unentschlossen. Eine Verkäuferin meinte jedoch auf Nachfrage, dass ich trotz meiner hellen Haut ohne Bedenken auch die Balea verwenden kann. O-Ton: „Die sind so dezent, da ist das kein Problem!“. Immer noch unentschlossen, jedoch aufgrund des immer ungeduldiger werdenden Kleinkinds im Einkaufswagen unter Zeitdruck, beschloss ich, einfach beide zu testen. Jeweils an einem Bein. Wenn schon, denn schon.

Eins, zwei, drei, Test, Test

Soweit zumindest meine Hoffnung. Was findest du schlimmer: zwei kalkweiße Beine oder zwei unterschiedlich braune? Es wäre ja nicht das erste mal, dass ich mit seltsamen Sommermustern daherkomme. Ich erinnere mich da an einen Urlaub, bei dem ich mir einen ordentlichen Sonnenbrand links und rechts vom Gurt meiner Umhängetasche hatte.mittels Mit dem weißen Streifen quer über meiner Brust und Schulter sah ich aus wie ein Racing Car.

Wie auch immer. In der Woche nach meinem Drogeriebesuch habe ich jeweils einmal am Tag auf jedes Bein eine Lotion aufgetragen. Immer die gleich Lotion aufs gleiche Bein versteht sich 🙂 Beide Bräunungslotions ließen sich gut verteilen. Die Lotion von Dove hatte eine etwas festere Konsistenz, während die von Balea ziemlich flüssig daherkam. Dove roch stark parfümiert. Balea Summer Magic roch dezent blumig.

Die Tücke steckt im Detail

Nach ungefähr drei Tagen konnte ich schon eine erste Bräunung feststellen. Und zwar auf beiden Beinen gleich stark ausgeprägt. Halleluja! Nach einer knappen Woche gehörte der grelle Weißton schließlich der Vergangenheit an. Das Resultat war eine schöne, gleichmäßige, dezente Bräune. Die fiese Übergangszeit von weißen Leggins zum Sommerlook konnte ich so einfach überspringen.

Bräunungslotion Testbericht Dove vs Balea

Nun, das „gleichmäßig“ muss ich an dieser Stelle ein wenig einschränken. Ich habe die Bräunungslotion genau so aufgetragen wie meine normale Bodylotion. Das bedeutet, dass ich die Lotion auf die Füße nur ausgestrichen habe. Ich creme meine Füße normalerweise nicht extra ein. Die Quittung kam in Form einer „Ballerina-Bräune“ und ein paar Flecken.

Bräunungslotion die Tücke steckt im Detail

Wie so oft steckt die Tücke im Detail. Da die Bräune allerdings sehr dezent ist, fallen die Flecken nicht weiter auf. Ich creme einfach nach und in ein paar Tagen sind die Flecken verschwunden.

Das Fazit

Insgesamt ist die Bräunungslotion eine super Sache. Es kann dabei (fast) nichts schiefgehen und das Resultat ist eine erstaunlich schöne, dezente Bräune. Ich habe sogar schon eine Nachfrage bekommen, wie ich es geschafft hätte, jetzt schon so eine tolle Farbe zu haben! Ich würde sagen, dass bleibt unser Geheimnis 🙂

Außer in Geruch und Textur konnte ich keine Unterschiede zwischen den Lotions erkennen. Heutzutage ist doch irgendwie eh überall das Gleiche drin… Beim letzten und zugegebenermaßen ziemlich alten Stiftung Warentest schnitt Dove mit gut, Balea (dort allerdings die Variante für helle Hauttypen) mit befriedigend ab. Preislich liegt die Dove mit 2,50 Euro pro 100 Milliliter deutlich über den 0,50 Euro pro 100 Milliliter von Balea. Arm wirst du bei beiden nicht.

Zum Abschluss kann ich eigentlich nur sagen: Ran an die Bräunungslotion und weg mit den weißen Winterbeinen (und anderen Körperteilen). Nur vergiss die Füße nicht 🙂

Silvia